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Der Kraftdreikampf

Eine kraftbetonte Sportart wird immer beliebter - und das nicht nur bei den Herren der Schöpfung!

Seit über 20 Jahren wird der Kraftdreikampf bereits bei uns in Deutschland betrieben. Seine Ursprünge hat diese Variante des Kraftsportes in Amerika und England erlebt. 1980-81 wurde dann der Kraftdreikampf als offizielle Sportart in den Bundesverband Deutscher Gewichtheber aufgenommen. Damit bekam er ein solides Fundament und verlor den ehemaligen „Jahrmarktscharakter"! Bis 1980 war der Kraftdreikampf überwiegend vor allem in Bayern bekannt. Durch die Aufnahme in den BVDG breitete er sich schlagartig über alle Bundesländer aus und fand eine unglaublich schnell wachsende Mitgliederzahl. Hier erkannte auch der Hessische Athleten-Verband rechtzeitig die Zeichen der Zeit und gab dieser neu hinzugewonnenen Kraftsportart alles, was sie für ihre gesunde und erfolgreiche Aufwärtsentwicklung auf organisatorischer sowie sportlicher Ebene brauchte. Heute sind im internationalen Kraftdreikampf-Verband 84 Nationen als Mitglieder aufgenommen, eine rasante Entwicklung.

Hier leistete besonders Heiner Köberich exzellente Arbeit, da er nicht nur für die weitere Verbreitung dieser schönen Sportart in Hessen und Deutschland sorgte, sondern auch die notwendigen Funktionäre für diesen Kraftsport gewinnen und begeistern konnte. Heute hat sich der Kraftdreikampf zu einer der tragenden Säulen des Hessischen Athleten-Verbandes gemausert. Die Mitgliederzahl dieser Sparte übertrifft bereits die der anderen Sparten recht deutlich, und ein Stillstand lässt sich bis dato nicht ausmachen.

Bei einer so rasant ansteigenden Mitgliederzahl muss man sich doch die Frage stellen, wieso gerade diese Form des Kraftsportes so rasch an Beliebtheit zunehmen konnte? Nun, die Antwort ist hier schnell zu finden: Die drei Übungen bzw. Disziplinen dieser Sportart sind relativ leicht zu erlernen.

Vor allem aber kann sich der Zuschauer mit diesen Übungen, die er selbst in irgendeiner Form jeden Tag ausführt, voll identifizieren. Das lässt ihn den Athleten in starker Form anfeuern, was diesen stark motiviert und ihn so zu einem Sucher nach neuen Mitstreitern werden lässt. Gerade die Hantelkniebeuge und das Kreuzheben fanden im Gewichtheben als sogenannte Aufbauübungen im Training schon immer ihre Anwendung, so dass eigentlich nur das Bankdrücken als neue Übung hinzukam. Die älteren Gewichtheber trainierten aber auch diese Disziplin, da sie für das 1972 abgeschaffte Drücken im Training unentbehrlich war. Heute aber ist das Bankdrücken die Paradedisziplin in Studios, aus denen sich heute nicht nur die Bankdrücker, sondern auch viele der neuen Kraftdreikämpfer rekrutieren.

In einer recht kurzen Zeit kann man somit die Anfangsgründe, das heißt die Bewegungsabläufe der drei Disziplinen des Kraftdreikampfes, erlernen. Der Athlet kann als Newcomer bereits nach wenigen Monaten auf kleinen Meisterschaften erfolgreich sein Können testen. Kaum hatte die neue Sportart bei uns im Hessischen Athleten-Verband so richtig Fuß gefasst, da meldeten sich auch schon die ersten Frauen bei den Mitgliedsvereinen an. Ausschlaggebende Faktoren waren dabei, dass die Übungen des Kraftdreikampfes der weiblichen Anatomie sehr entgegenkamen und ihnen viel Freude bereiteten.

Somit ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass viele der den Kraftdreikampf betreibenden Athletinnen und Athleten des Hessischen Athleten-Verbandes bereits wenige Jahre nach der offiziellen Einführung dieser neuen Sportart sich weit über die Landesgrenzen hinaus großartige Erfolge erkämpften. Selbst auf Europa- und Weltmeisterschaften standen unsere Athletinnen und Athleten bereits wenige Jahre nach der Einführung dieser Sportart ganz oben auf dem Siegertreppchen, und das nun immer wieder. Hier sind vor allem zu nennen Ulrike Herchenhein, Rudolf Küster, Alice Kargel, Olaf Nimmerforh, Gaby Fuchs, Markus Schick und Michael Scheig, von denen sich sogar einige in die Weltrekordliste eintragen konnten.

Eine große Anzahl von den Mitgliedsvereinen des Hessischen Athleten-Verbandes bietet den Kraftdreikampf im Sportprogramm an. Der Kraftdreikampf gehört zwar noch nicht zu den olympischen Sportarten, wird aber dennoch mit der gleichen Sorgfalt und Liebe wie das olympische Gewichtheben in unserem Verband betreut. Ein erstklassig durchorganisiertes Kampfrichterwesen sorgt für den reibungslosen Ablauf der Meisterschaften, wobei diese von den Vereinen sowie den hierfür zuständigen Funktionären des HAV zum Wohle der Athletinnen und Athleten unterstützt werden.

Gerade auch als Zuschauer bereitet ein Wettkampf dieser Sportart viel Freude, wenn man sieht, mit welcher Begeisterung und Kampfmoral man hier an die Hantel geht. Unter lautstarken Anfeuerungsrufen versucht hier jeder sein Bestes zu geben.

Der Wettkampf beginnt mit der Hantelkniebeuge. Diese Übung lässt die größten Gewichtsbelastungen zu, da hier eine spezielle Wettkampfausrüstung, bestehend aus Kniebeugetrikot, Kniebandagen, Kraftgürtel und Heberschuhen den Sportler optimal unterstützt und vor nicht immer auszuschließenden Verletzungen erstklassig schützt.

Als zweite Übung folgt dann das Bankdrücken. Diese Übung gewann in der letzten Zeit derart an Beliebtheit, dass es nun bereits seit einigen Jahren auch Einzelmeisterschaften im Bankdrücken gibt.

Den Abschluss des Wettkampfes bildet das Kreuzheben. Da das Kreuzheben als letzte Disziplin über die Vergabe der Plätze entscheidet, haben sich viele Kraftdreikämpfer/Innen gerade auf diese Übung spezialisiert, um hier durch ein gutes Ergebnis ihr Totalergebnis erfolgreich bzw. siegreich zu erhöhen. Man bezeichnet das Kreuzheben als die – Königsübung – des Kraftdreikampfes.

Alle drei Übungen werden mit entsprechend ausgefeilten Techniken ausgeführt, welche Verletzungen praktisch ausschließen. Nur durch das Erlernen dieser Techniken und Bewegungsabläufe kann sich der Kraftdreikampfbegeisterte erfolgreich weiterentwickeln und bis zur internationalen Leistungsklasse vorstoßen. Mit roher Kraft kommt man auch bei dieser Sportart schon lange nicht mehr weiter! Wie bei jeder wettkampfmäßig betriebenen Sportart ist auch hier eine speziell ausgerichtete Trainingsplanung das
„A und O" für einen erfolgreichen Aufstieg.

Fachkundig ausgebildete Trainer und Übungsleiter stellen hier die Mitgliedsvereine des Hessischen Athleten-Verbandes. Selbstverständlich kann man auch den Kraftdreikampf ohne ein besonderes Wettkampfinteresse ausüben. Die einzelnen Übungen kräftigen den gesamten Organismus und beugen erstklassig gegen Haltungsschäden vor.

Damit Sie sich ein Bild von den drei Wettkampfdisziplinen machen können, folgen auf den folgenden Seiten kurze Abhandlungen mit den entsprechenden Bewegungsabläufen der Kniebeuge, des Bankdrückens und des Kreuzhebens. Genaueres erfahren Sie in einem Verein des Hessischen Athleten-Verbandes Ihrer Wahl. Schauen Sie doch einfach einmal in der Liste unserer Mitgliedsvereine am Ende dieser Broschüre nach. Auch unsere Referentin für Kraftdreikampf im HAV hilft Ihnen bei Fragen gerne weiter.

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